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Demo 23. Mai um 15 Uhr: Sichere Schulwege – Vorfahrt für Kinder

07. Mai 2019 Martina von Saenger

Datum, Uhrzeit, Start:

  • 23.Mai 2019
  • 15 Uhr
  • Brucknerstraße 1

Route:

  1. 15:00 Uhr – Adolph-Schönfelder-Schule, Brucknerstraße 1
  2. 15:30 Uhr – Adolph-Schönfelder-Schule, Zeisigstraße 3
  3. 16:00 Uhr – KiTa Frieberg, Friedrichsberger Str. 18,
  4. 16:30 Uhr – Spielplatz Friedrichsberger Park (ehemals Eilbekpark), Friedrichsberger Straße

Plakat:

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Was für eine Stadt wünschen wir uns?

Tempo 30, Zebrastreifen, Ausbremsung des Verkehrs – dies sind unsere Forderungen an die Stadt Hamburg. Wir wünschen uns für unsere Kinder einen sicheren Schulweg rund um die Adolph-Schönfelder- Schule. Deshalb rufen wir nun zu einer Demo am 23.Mai 2019 auf.

Zum dritten Mal innerhalb von zehn Jahren ist ein Antrag auf Tempo 30 auf der Friedrichsberger Straße von der Innenbehörde abgelehnt worden. Dieses Mal hatten sich alle großen Parteien für ihr Begehren zusammengeschlossen: die SPD, die Grünen, die CDU und die FDP konnten sich hierfür im Regionalausschuss auf einen gemeinsamen Antrag einigen. Allen ist das Thema „sicherer Schulweg“ wichtig. Offenbar sieht die Polizei das anders. Die Gefahrenlage wird klein geredet und die Argumente für die Ablehnung erscheinen so dünn, dass man sich fragen muss, welche Werte diese Stadt vertritt und vertreten möchte: Die Bustaktung auf der Friedrichsberger Straße sei so hoch – mindestens 6 Fahrten pro Stunde in einer Richtung während der Hauptverkehrszeit – dass eine Ausbremsung nicht vertretbar sei. Insgesamt würde die Verzögerung auf einer Strecke von 300 Metern allerdings nur wenige Sekunden betragen: Es liegen 14,4 Sekunden zwischen Tempo 50 und Tempo 30 für 300 m Strecke, ohne Abbrems- und Beschleunigungsvorgänge; das hat eine fachliche Voruntersuchung zu Tempo 30 in Bremen ergeben.

Autos haben standardmäßig Vorrang

Ein weiteres Problem ist die generelle Ablehnung von Zebrastreifen in Tempo-30-Zonen wie in der Von- Essen-Straße, obwohl es dort einen Unfall gab. Doch diese sind nicht nur für unsere Kinder notwendig, sondern ebenso für Senioren und körperlich beeinträchtigte Menschen, denen die schnelllebige Stadt zunehmend Probleme bereitet. Bereits die Überquerung einer Tempo-30-Straße mit Rollator oder Rollstuhl stellt ein Riesenproblem dar. Und ohne Zebrastreifen haben hier Fußgänger nirgends Vorrang. Für gesunde Erwachsene mit Weitblick und zügigem Schritt ist dies kaum problematisch. Es gibt jedoch auch andere Verkehrsteilnehmer – und um diese sorgen wir uns. Wir Eltern sind berufstätig und viel beschäftigt und nutzen sowohl öffentliche Verkehrsmittel als auch private Autos und Fahrräder. Wir sind der Meinung, dass sich eine pulsierende Stadt und die Sicherheit für Kinder, Senioren und Behinderte nicht gegenseitig ausschließen. Der Hamburger Senat muss sich die Frage stellen, ob er sich eine Stadt wünscht, in der nur der leistungsstarke Autofahrer auf dem Weg zur Arbeit Vorfahrt genießt und in der die Jungen und Alten hingegen vernachlässigt werden. Wir wollen festhalten, dass die einen ihren Dienst für die Stadt bereits geleistet haben, die anderen befinden sich gerade noch auf dem Weg dorthin. Wir würden sie gern sicher ankommen lassen.

Unser Aufruf zur Demo: „Vorfahrt für die Kinder“

Wir Eltern der Kita Frieberg und der Adolph-Schönfelder- Schule werden unserem Unmut nun Luft machen! In Form einer Demonstration unter dem Titel „Vorfahrt für die Kinder“ machen wir uns am 23. Mai um 15 Uhr vom Schulstandort Brucknerstraße lautstark auf den Weg. Die Route geht über den Barmbeker Markt und die Dehnhaide, über die Von-Essen-Straße und die Zeisigstraße (15:30 Uhr) und über die Kita Frieberg, Friedrichsberger Straße (16 Uhr) bis zum Spielplatz am Eingang zum Friedrichsberger Park gegenüber der Lortzingstraße (16:30 Uhr). Wir wollen der Innenbehörde und den Volksvertretern, die am darauf folgenden Wochenende zur Wahl stehen, unsere Forderungen verdeutlichen: Wir appellieren für Tempo 30 auf der Friedrichsberger Straße und klar gekennzeichnete Fußgängerüberwege auch in Tempo 30-Zonen wie an der Von-Essen-Straße. Wir hoffen, dass viele Mitmenschen aus unserem Stadtteil sich mit uns empören und zusammen mit uns diesen Weg gehen!

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