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Die nächsten Sitzungen des Stadtteilrats Barmbek-Süd im April und Mai finden aus rechtlichen und fürsorglichen Gründen nicht statt.

Das Stadtteilbüro bleibt aufgrund der aktuellen Gesundheitsempfehlungen leider bis zum 29. März geschlossen. Wir sind ab dem 30. März montags (10.00 bis 15.00 Uhr) und mittwochs (15.00 bis 18.00 Uhr) telefonisch unter 5190080-67 zu erreichen.

Diese Absage betrifft auch die Jahreshauptversammlung des Stadtteilvereins Barmbek-Süd e.V. am 31. März und die AG social.net am 30. April, die auf unbestimmte Zeit verschoben sind.

Mehr Öffentliche Toiletten im Stadtteil

29. November 2019 Frank Lundbeck

Barmbek-Süd mit seinen rund 35.000 EinwohnerInnen hat den großen Schleidenpark mit Planschbecken, einem Fitnessparcour auch für SeniorInnen, einen Kinderspielplatz, einen Sportplatz, weitere Freizeitflächen und Sitzgelegenheiten, aber keine öffentliche Toilette, obwohl es früher mal eine gab. Auch im Friedrichsberger Park mit einer ausgewiesenen Grillzone, einem großen Spielplatz, mehreren Liegewiesen sowie BesucherInnen per Rad auf der Velorute 6 und FußgängerInnen gibt es keine. Die einzige Öffentliche Toilette im Stadtteil findet sich im U Bahnhof Hamburger Straße.

Kein Wunder, dass sich immer wieder AnwohnerInnen beschwert haben, in welchem Umfang die Büsche zweckentfremdet werden. Aber weiterhin gilt das Prinzip, dass es nur eine neue Toilette gibt, wenn eine bestehende stillgelegt wird. Wir vom Stadtteilrat Barmbek- Süd finden, dass Öffentlichen Toiletten zur Darseinsvorsorge gehören und die Würde der Menschen in den Parks sichern.

Ich habe seitdem mehrfach bei Terminen mitPolitikerInnen und BürgerInnen auf die Defizite bei diesem Thema aufmerksam gemacht. Die BürgerInnen haben meine Meinung geteilt, die PolitikerInnen hatten die innere Schere im Kopf , dass der unterstrichene Satz gilt und Opposition dagegen eher karriereschädigend ist.

Der Stadtteilrat Barmbek-Süd wollte das nicht weiter mitmachen und hat die zuständige Stadtreinigung im Sommer um Entsendung von ReferentInnen gebeten. Zweimal wurden Termine zugesagt und jeweils wieder abgesagt.

Vor der Bürgerschaftswahl Druck auf die Politik

Aber jetzt gibt es etwas Hoffnung. Die Stadtreinigung hat ein Beteiligungsverfahren zu den Standorten Öffentlicher Toiletten mit den Bezirken eingeleitet und um Stellungnahme gebeten. Verbesserungen soll es kaum geben. Der Schwerpunkt der Entwicklung soll bei den Tourismus-Bezirken Mitte und Altona liegen.

Der Stadtteilrat hat zur Sitzung des federführenden Umweltausschusses am 11. September eine ausführliche Stellungnahme abgegeben und dabei für den Schleidenpark und den Friedrichsberger Park Öffentliche Toiletten gefordert, auch in Kombination mit Kiosken wie an vielen Standorten. In unserer Stellungnahme haben wir ein entsprechendes Programm für die ganze Stadt mit einer entsprechenden finanziellen Ausstattung gefordert. Zu unserer Freude haben die Fraktionen von Grünen und SPD eine Reihe neuer Öffentlicher Toiletten gefordert; auch unsere beiden Standorte sind berücksichtigt.

Aber wir müssen den Wahlkampf zur Bürgerschaftswahl am 23. Februar nutzen und den ParteivertreterInnen an den Ständen, bei Veranstaltungen und über das Internet klar machen, dass das lange vernachlässigte Thema jetzt angepackt werden muss. Eine vernünftige Ausstattung mit Öffentlichen Toiletten gehört zur Daseinsvorsorge. Dazu muss endlich Geld in den Haushalt der Stadt eingestellt werden, – und zwar ordentlich Kohle und nicht in homöopathischen Dosen.

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