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Die nächsten Sitzungen des Stadtteilrats Barmbek-Süd im April und Mai finden aus rechtlichen und fürsorglichen Gründen nicht statt.

Das Stadtteilbüro bleibt aufgrund der aktuellen Gesundheitsempfehlungen leider bis zum 29. März geschlossen. Wir sind ab dem 30. März montags (10.00 bis 15.00 Uhr) und mittwochs (15.00 bis 18.00 Uhr) telefonisch unter 5190080-67 zu erreichen.

Diese Absage betrifft auch die Jahreshauptversammlung des Stadtteilvereins Barmbek-Süd e.V. am 31. März und die AG social.net am 30. April, die auf unbestimmte Zeit verschoben sind.

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Wochenmarkt Vogelweide nimmt Fahrt auf

05. Januar 2019 Frank Lundbeck

Schön, so ein Wochenmarkt in der Nähe. Freitags von 12 bis 18 Uhr ist er einfach da. Er ist auch von jenseits der Hamburger Straße über die Fußgängerampel Berthastraße gut zu erreichen. In Gesprächen erfuhren wir von Überlegungen der Markthändler, den Markt attraktiver zu machen.

Im Februar stand das Thema auf der Tagesordnung des Stadtteilrats Barmbek-Süd, kurz darauf traf sich unsere neue Arbeitsgruppe „Wochenmarkt“. Auf unsere Einladung kamen der Sachbearbeiter, die Sachgebietsleitung und der Fachamtsleiter „Verbraucherschutz“ am 8. März.Von ihnen erfuhren wir, dass das Interesse unseres Stadtteils am Wochenmarkt etwas Besonderes sei; immerhin waren neben drei VertreterInnen des Stadtteilrates auch der Kulturpunkt mit Frau Amsink, Herr Schmitz für das Tagewerk West und Herr Einfeldt für die ev. luth Gemeinde vertreten. In dem konstruktiven Gespräch brachten wir unsere Vorschläge zur Sprache. Wir möchten auf dem Markt eine Sonderfläche für unterschiedliche Akteure aus dem Stadtteil; z.B. für ein spezielles Essensangebot, für Nähen mit besonderen Stoffen oder soziale Aktivitäten. Eine Stellmöglichkeit für einen Eiswagen im Sommer und einen Stand mit Kaffeespezialitäten. Der Platz reicht dafür. Eine Verlängerung der Marktzeit über 18 Uhr hinaus wurde auf das Treffen der Marktbeschicker mit dem Bezirksamt verschoben.

Und wir lernten, was auf einem Markt zulässig ist, und was nicht; die Händler müssen selber Erzeuger sein. Unser Markt fällt in die Verantwortung des Bezirksamts, das entscheidet, wer dort stehen darf. Für die Sauberkeit des Platzes und die Organisation sind die Markthändler selbst verantwortlich. Bei Bedarf kann ein Marktmeister einspringen. Die Koordinierung vor Ort und der Kontakt zum Bezirksamt ist Aufgabe eines Obmanns.

Das Bezirksamt lud für den 6. April zu einem Händlertreffen ein, an dem wir auch teilnehmen konnten. Die Leitung des Treffens hatte Frau Voß. Es waren sechs von zehn Markthändlern da; der Blumenstand aus dem Alten Land konnte wegen Krankheit nicht kommen, bei Käsestand, Imbiss und mediterranem Stand stand keine zweite Person für die Bedienung der Kunden zur Verfügung.

Es war ein besonderes Erlebnis, die Händler außerhalb ihrer Stände zu erleben. Den Betreiber des neuen, großen Fischstandes mit Frisch- und Räucherfisch sowie verschiedensten Salaten. Den Chef vom Geflügel- und Eierstand. Sein Nachbar vom Obst- und Gemüsestand ist Landwirt in der vierten Generation und baut vieles selbst an, kauft aber auch auf dem Großmarkt zu. Herrn Fischer vom Kallebäcker aus Marne. Herrn Dressler vom Moorweghof-Stand, Fleischereiwaren aus eigener Herstellung; er ist Chef eines Hofes und betreibt einen Schlachtbetrieb für Tiere aus dem eigenen Bestand (die belastenden Transporte entfallen).

Herr Dressler brachte seine Erfahrung mit Werbeaktionen in die Überlegungen für unseren Wochenmarkt mit ein. Das Bezirksamt zeigte sich zur Unterstützung bereit; angedacht ist eine Einkaufstasche für unseren Markt. Es fehlt noch der Söths Bioland-Stand, der unter Leitung von Herrn Wienke Bio-Produkte vertreibt; aus eigener Herstellung bzw. vom Partnerbetrieb Sannmann, der gerade in der „Zeit“ als Lieferant bekannter Köche erwähnt wurde. Außerdem werden Produkte vom Großhandel zugekauft. Zum Schluss der Besprechung wurde Herr Wienke zum neuen Obmann gewählt.

Die Markthändler zeigten sich sehr an Aktivitäten zur Steigerung der Attraktivität interessiert und stehen Angeboten aus dem Stadtteil wohlwollend gegenüber. Da einige Stände am Freitagvormittag bereits auf anderen Wochenmärkten stehen, sehen sie eine Verlängerung der Marktzeit über 18 Uhr hinaus kritisch. Wir aus dem Stadtteil haben deutlich gemacht, dass die Markthändler für unseren funktionierenden Wochenmarkt unverzichtbar sind. Daher kommen zusätzliche Aktivitäten nur in Zusammenarbeit mit ihnen in Frage. Wir freuen uns auf das nächste Treffen am 8. Juni.

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